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Ghom

Die alte heilige Stadt Kum in Mittelpersien ist Herstellungsort einer der besten Teppicharten der Neuzeit. Helle, sehr freundliche Teppiche und Brücken mit mannigfaltigen klaren, floralen Mustern in besonderer Feinheit werden hier geknüpft. Der dichte, glattgeschorene mittelhohe Flor besteht aus fester Wolle mit mattem Glanz. Mit ihrem Grundgewebe aus dünngezwirnten Baumwollfäden haben die Ghums eine Lederstarke aber biegsame Struktur. Fortlaufend gerichtete Muster, versetzt angeordneter Botah- und verschiedener Pflanzenmotive in unendlichem Rapport überwiegen; aber auch geometrische Feldeinteilungen durch Rautung und Quadrierung sind zu finden. In Längsrichtung verlaufende Parallelbahnen werden ebenfalls bevorzugt. Es kommen auch, allerdings seltener, Medaillongliederungen mit Rankenwerk vor. Versetzt angereihte zierliche Vasen mit Blumensträußen und kleinen Vögeln muten an wie die Dekors von Biedermeier-Porzellan. Gitterartig angeordnete Blüten-und Blattarabesken erinnern an die Muster der alten Seldschuken-Teppiche. In der Feldeinteilung sehen wir Trauerweiden, Blütenstauden, Botah-Motive und kleine Gebetnischen als Füllung. 

Die Längsbahnen der Steifeneinteilung enthalten. Wellenranken, die mit Botahs als Blüten besetzt sind. In der Borte werden Arabeskranken und -blätter mit Palmetten angereiht. Das Kolorit ist bunt aber weich und gedämpft. Dunkelblau und ein kräftiges violettes Rot wechseln plastisch mit den Pastelltönen von anderen Farben. Der Grund ist ziegelrot, naturweiß oder mittelblau. Die Knüpfungsdichte liegt zwischen 240.000 und 400.000 persischen Knoten.